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Alles hat seine Zeit, auch ein Krippenmuseum

Die Krippen, die in der KrippenWelt Stein am Rhein gezeigt werden, stammen ursprünglich aus dem Privatbesitz der Münchner Familie Hartl. Über viele Generationen hinweg wurden dort Krippen gesammelt und jeweils Teile dieser Sammlung in der Weihnachtzeit in der Wohnung der Familie aufgebaut. Vor allem durch Alfred Hartl und seit 20 Jahren auch von Monika Amrein wurde diese Sammlung immer mehr erweitert und mit Krippen aus aller Welt bereichert. In Bayern ist es gar nicht so aussergewöhnlich, dass eine Familie mehrere Kippen besitzt, ja es gibt sogar einen eigenen Brauch, das Krippenschauen - hierbei besuchen sich Familien in der Weihnachtszeit gegenseitig, um die Krippen der anderen Familien zu bewundern.

Eine dieser Familien, die einmal vor vielen Jahren bei den Hartl`s in der Weihnachtszeit vorbeischaute, war die Familie Amrein aus Sommeri im Thurgau / Schweiz. Herr Amrein, damals Heimleiter einer grossen Institution für Menschen mit Behinderung machte spontan den Vorschlag, warum man denn nicht diese einmalige Sammlung in der Schweiz einer grösseren Öffentlichkeit vorstellen könnte – für die Familie Hartl damals ein fast schon unglaublich "seltsamer" Vorschlag. Krippen gehören doch in die Familie und werden nicht einfach irgendwo ausgestellt. Ausserdem verbinden sich mit den Krippen, ja sogar oft mit einzelnen Figuren immer auch ganz persönliche und familiäre Ereignisse – schmerzhafte wie in den Zeiten des ersten und zweiten Weltkriegs wie auch schöne und friedliche bei der Geburt der Kinder der nächsten Generation.

Dennoch im Jahr 2004 war die Zeit für die Idee von Herrn Amrein reif geworden und so machten sich grosse Teile der Sammlung auf den langen Weg in die Schweiz nach Sommeri (TG), um noch im gleichen Jahr in der Bildungsstätte Sommeri ausgestellt zu werden. Der Aufbau der Krippen in den verschiedenen Räumlichkeiten der Institution dauerte mehrere Wochen.

Voller Spannung erwarteten wir das Echo der ersten Besucher - die Schweiz hat ja nicht diese jahrhunderte alte Krippentradition, wie sie sonst noch im alpenländischen Raum, Bayern, Österreich und Südtirol lebendig ist – und wir wurden völlig überrascht, nicht nur was die Anzahl der Besucher (über 8.000 in fünf Wochen) anbelangte, sondern auch von der offen gezeigten Begeisterung (siehe Auszug aus dem Gästebuch).

In den darauffolgenden Jahren wiederholten wir noch zweimal die Ausstellungen in Sommeri, um dann in den Jahren 2008 und 2009 im Schloss Gruyère wiederum Teile unserer Sammlung einem noch grösseren Publikum (über 40.000 Besucher) vorzustellen. Die überaus positive Resonanz, ja Begeisterung der Besucher spiegelte sich auch in den zahlreichen Presseberichten wie auch in dem Beitrag, den das SF1 in seinen Hauptnachrichten (Tagesschau) abstrahlte.

Alles hat seine Zeit, auch ein Krippenmuseum.

Und irgendwie war auf einmal die Zeit auch reif, ein eigenes, das erste ganzjährig geöffnete Krippenmuseum in der Schweiz zu verwirklichen. Wir sind sehr froh, dass wir mitten in der wunderschönen und altehrwürdigen Stadt Stein am Rhein nun eine vorläufige Bleibe für unsere Krippensammlung gefunden haben. Im ältesten noch original erhaltenen Haus der Stadt aus dem Jahr 1302 werden wir in wechselnden Ausstellungen immer wieder neu, Krippen aus der ganzen Welt in einer sonst vielleicht nicht ganz so üblichen Art präsentieren.

Nach der Besichtigung des Museums laden wir Sie herzlich ein, in unserem Bistro zu verweilen und das Erlebte ausklingen zu lassen. Dankbar sind wir Ihnen für Ihre Meinung, die Sie uns direkt sagen oder in unserem realen oder virtuellen Gästebuch hinterlassen können.

Und zu guter letzt noch eine Bitte:

Da es sich bei unserem Unternehmen um ein rein privat finanziertes Projekt handelt, sind wir auf Gönner und Freunde der KrippenWelt Stein am Rhein angewiesen. Anders wie in den europäischen Ländern üblich wird ein Krippenmuseum in der Schweiz von keiner staatlichen oder kirchlichen Stelle unterstützt oder bekommt aus irgendwelchen Fonds Unterstützung. So sind wir allen sehr dankbar, die uns mithelfen, dass die KrippenWelt Stein am Rhein auch in den nächsten Jahren noch für viele tausend Besucher ein einmaliges und hoffentlich auch zu Herzen gehendes Erlebnis bleiben kann. Einmal im Jahr, am Hochfest des Heiligen Josefs (jeweils am 19. März) laden wir dann alle Freunde und Gönner der KrippenWelt zu einer Führung durch das Museum (die neuen Krippen werden vorgestellt, etc.) und zu einem gemeinsamen Imbiss in unserem Bistro ein.

Monika Amrein und Alfred Hartl

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